Dodo im KiFF in Aarau

Rotes, grünes und gelbes Licht färben das Aarauer KiFF. Reggae-Rhythmen verführen an die jamaikanische Sonne. Bevor Dodo dem Party-Volk einheizt, stimmt Lokalmatador Benjahman das junge Publikum auf den Abend ein.

Vorne werden schon die Hüften geschwungen, hinten vor allem gequatscht und unangenehmerweise auch gekifft. Manche haben den Namen des Lokals wohl falsch interpretiert. Benjahman tigert derweil nervös auf der Bühne rum und gewinnt dabei zumindest die Aufmerksamkeit der vordersten Reihen.

Aber dann geht’s richtig los: Gitarrist, Keyboarder, Schlagzeuger, Bassist, Saxophonist, Trompeter, Posaunist, Background-Sängerinnen und ein Mann mit hüftlangen Rasta-Locken stürmen die Bühne: Dodo & The Liberators. Dodo reisst das Publikum mit. Die Leute klatschen, tanzen und halten ihre Fäuste in die Luft. Die Songs sind in Schweizerdeutsch gesungen und erzählen die Geschichten vom Plan B, der nicht vorhanden ist, vom Käsefondue, von den Schuldigen und vom Löwen in den Strassen Zürichs. Jeder Musiker kommt auch mal zu einem Solo, der Gitarrist eher rockig und der Bassist barfuss. Der Bläsersatz zeigt immer wieder eine Choreographie. Und an der Trommel steht plötzlich der Drummer, worauf der Bassist kurzerhand das Schlagzeug übernimmt.

Die Zugabe gibt nochmals „Hunger! Hunger!“ und lässt dieses Konzert ausklingen, bevor es uns an die frische Luft zieht. Dodo’s Musik hat uns gefallen.
Sein aktuelles Album heisst „Reggae against the Machine“ und live trifft man ihn zur Zeit in der ganzen Schweiz.